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Kalterer See . Der Ort

Die Metaphysik dieses Ortes bringt uns unweigerlich in die Antike und erinnert uns an die uralte Mythologie der Muttergöttin und personifizierten Erde: „Gaia hält in ihrem sicheren Schoß die Unsterblichen, welche die schneebedeckten Gipfel des Olymp tragen.“ Die hochragenden, majestätischen Bergspitzen bilden eine harmonische Einheit mit den von Gletschern geschliffenen Hügeln, die sanft zum Kalterer See hin abfallen. Die ruhigen Wasser spiegeln die Schönheit der umliegenden Natur wider und erzeugen ein berauschendes Gefühl.

Aus Sicht der Physik spielen die thermischen Eigenschaften des Sees eine enorm wichtige Rolle. Sie beeinflussen nicht nur die Zyklen des Sees selbst, sondern auch alle Ökosysteme, die ihn umgeben. Und darin liegen die Vielfalt und der Reichtum der umliegenden Weinberge und Apfelhaine begründet, in die der See als schillerndes Juwel eingebettet ist.

In Ufernähe besteht der Boden aus kalk- und lehmhaltiger Erde, während um das Dorf Kaltern vor allem Schotter mit einem hohen Anteil an Granit und Kalkgestein zu finden ist. Die vielfältigen Mikroklimata spiegeln sich in den mehr als 60 Weinbergen mit ihren historisch gewachsenen Namen wider. Insgesamt umfasst die Rebfläche rund 800 Hektar. Bereits die Römer schätzten die Weine, die von den Hängen um Kaltern stammten: zur damaligen Zeit führte eine wichtige Straße bei der Fraktion Pfuss oberhalb des Sees vorbei.

Die Hänge blicken gen Süden und Südosten; ideal, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen. Am Abend zieht von den Gipfeln des Mendelkamms auf 2.000 Metern Höhe eine leichte, nach Nadelholz duftende Brise ins Tal herunter, die wie Balsam für die sonnengeröteten Urlauber wie auch für die Weinreben wirkt. Der Temperaturrückgang in den Nachtstunden ist für die Weintrauben essenziell, um Säuren zu bilden und um die charakteristischen Aromen voll zu entfalten.

Seit Jahren werden um den See auch Apfelbäume angepflanzt. Aber wie uns Imma, Mitglied der Genossenschaft und des Verwaltungsrates, verrät: „Der Apfelbaum ist sicherlich gut für die Wirtschaft, aber die Weinrebe nährt unseren Geist und unsere Leidenschaft. Eine Rebe wird nicht angebaut, sie wird gepflegt und großgezogen. Der Weinberg ist eine eigene Welt aus Energie und Leben.“