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Weindorf Kaltern
Das Weindorf Kaltern liegt 15 Kilometer südlich von
Bozen etwas oberhalb des Kalterer Sees, dem wärmsten See der Alpen. Die Vielfalt
der Böden und die Unterschiede der Mikroklimata in diesem Gebiet zeigen sich in
über 60 Einzellagen mit historischen Namen wie Vial, Spigel oder Salt. Hügel mit
sanften Höhen bis etwa 600 Meter umgeben den See wie ein Hufeisen, sodass die
meisten Hänge nach Süden und Südosten hin ausgerichtet sind und somit viel
Sonneneinstrahlung aufnehmen können. In Kombination mit dem warmen Seeklima
gelangen die Trauben zu vollständiger Reife und können so ihre Aromen voll
entwickeln. Abends strömen kühle Winde von den 2.000 Meter hohen Gipfeln des
Mendelgebirges über die Hänge. Sie erfrischen die Reben nach heißen Sommertagen
und fördern in den Trauben die Bildung von Fruchtaromen und den Erhalt der
Säure.
Die Reblandschaft rund um den Kalterer See ist äußerst klein strukturiert.
Die meisten der über 1.000 Weinbauern in dieser Gegend besitzen weniger als
einen Hektar. Für einen kleinen Weinbauern ist es praktisch unmöglich, seine
Trauben selbst zu vinifi zieren und zu vermarkten. Die Idee, sich zu
Produzentengemeinschaften zusammenzuschließen, war hier eine wirtschaftliche
Notwendigkeit. Daneben erlauben es diese Zusammenschlüsse den Bauern, auf das
Wissen von erfahrenen Kellermeistern und auf technische Infrastrukturen
zurückzugreifen, die für die Produktion von Weinen hoher Qualität notwendig
sind. Bereits im Gründungsjahr der Kellerei Kaltern im Jahre 1906 stand der
Anspruch, Weine bestmöglicher Qualität zu produzieren, im Mittelpunkt der
Überlegungen.
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