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Geschichte . Geschichten

Die Kellerei Kaltern besteht seit 1992, ihre Ursprünge gehen aber bis in die Jahre 1906 bzw. 1908 zurück. Sie entstand aus dem Zusammenschluss zweier traditionsreicher Kellereien – der Bauernkellerei und der Jubiläumskellerei.

In Kaltern gibt es nahezu eintausend Winzer, von denen der Großteil weniger als einen Hektar Land besitzt. Diese Landverteilung begründet die Idee, gemeinsam zu produzieren.

Das Land Südtirol gehörte seit 1363 zum Besitz der Habsburger, und die Kellereien von Kaltern waren während der Herrschaft Kaiser Franz Josephs offizielle Lieferanten am Wiener Hof. Im Jahre 1919, nach dem ersten Weltkrieg, wurde Südtirol schließlich zu italienischem Staatsgebiet. Der erste und der zweite Weltkrieg veränderten das Handelswesen in der Region radikal. Erst in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts behaupteten sich die Kalterer Weine wieder als Prestigeprodukte für den Export.

In den achtziger Jahren veränderte sich der Weinmarkt dann grundlegend. Wein war nicht mehr nur eine reine Kalorienquelle für die harte Arbeit auf dem Feld, sondern wurde zu einem Phänomen. Kaltern war eines der ersten Weinbaugebiete Italiens, welches die Vorlieben der Kunden erkannte und auf qualitativ hochwertige Weine setzte. So begann eine fortlaufende Reduktion des Ertrags pro Hektar, der von den ursprünglich 200 Zentnern auf die heutigen 75 Zentner verringert wurde.

Die 400 Mitglieder der Kellerei Kaltern bewirtschaften heute eine Weinbaufläche von insgesamt 300 Hektar. Aus ihren Trauben werden klare, frische Weine mit mineralischer Eleganz gewonnen.